Guten Morgen
Ich möchte Venlafaxin zum Thema Schlaf und Anpassung wenden, weil es mir schwerfällt zu verstehen, ob meine Situation sich noch in der Anpassungsphase befindet oder bereits ein Zeichen dafür ist, dass das Medikament für mich in Bezug auf den Schlaf nicht geeignet ist.
Aktuell:
- 56 Tage nach Beginn von Venlafaxin
- Tag 34 mit 150 mg
- Ich nehme nachts Hydroxyzin
- regelmäßig 1 mg Melatonin hinzufügen
Ich werde den Kurs kurz beschreiben.
Von Anfang an war das Hauptproblem der Schlaf:
- lange einzuschlafen,
- Frühe Erwachen,
- Unfähigkeit, wieder einzuschlafen,
- Gefühl eines "aktiven Gehirns" nachts, selbst wenn man sehr müde ist.
Zu Beginn der Behandlung gab es Erwachen gegen 3:00–5:00 Uhr morgens und die Unfähigkeit, wieder "einzuschlafen".
Hydroxyzin half wirklich erst in einer Dosis von 100 mg. Zuvor war der Schlaf bei Dosierungen von 25–75 mg noch sehr schlecht.
Mit 100 mg Hydroxyzin und der Zugabe von 1 mg Melatonin erschienen die ersten guten Nächte Schlaf:
- 45. Tag ab Behandlungsbeginn — Schlaf gegen 23:30 Uhr – 8:00 Uhr.
- Tag 46 — Schlaf gegen 23:30 Uhr – 7:30 Uhr.
- Tag 47 — Schlaf gegen 23:40 Uhr – 9:20 Uhr.
So ist ein vollwertiger Traum entstanden, was mir Hoffnung gibt, dass die Adaption weiter voranschreiten kann.
Als ich jedoch versuchte, Hydroxyzin wieder auf 75 mg zu reduzieren, wurde der Schlaf wieder flach:
- es ist schwer einzuschlafen,
- frühe Erwachungen eintreten,
- Ich habe den Eindruck, dass das Gehirn nachts "aktiviert" wird,
- Selbst nach ein paar Stunden Schlaf kann ich nicht wieder einschlafen.
Besonders in den letzten Tagen merke ich, dass ich, wenn tagsüber starker Stress oder Überreizung herrschte, gegen 4:00–5:00 Uhr morgens aufwache – genau wegen der Überflutung von Gedanken und innerer Erregung, woraufhin Schlaf praktisch unmöglich wird.
Tagsüber kann ich auch nicht einschlafen, selbst wenn ich sehr müde bin.
Ich habe den Eindruck, dass mein Gehirn es "nicht erlaubt", einzuschlafen.
Im Moment mache ich mir Sorgen, dass ich Hydroxyzin nun schon fast zwei Monate nehme und es immer noch keine Tendenz gibt, die Dosis zu reduzieren.
Deshalb möchte ich eure Meinung einholen:
Macht es in meiner Situation noch Sinn, auf eine weitere Anpassung von Venlafaxin zu warten?
Oder kann ein solches Bild bereits darauf hindeuten, dass das Medikament für mich in Bezug auf Schlaf und Aktivierung des Nervensystems nicht geeignet ist?
Ich wäre sehr dankbar für eure Meinung und Empfehlungen.