Guten Morgen. Er nimmt Bupoprion zusammen mit Brintellix. Zuerst habe ich Brintellix 1.5 msc genommen, jetzt habe ich eine erhöhte Dosis von x2 + Bupoprion für eine Woche. Ich bemerkte, dass mein ganzer Körper zitterte, besonders meine Hände. Ist es möglich, dass es von Medikamenten stammt? Außerdem hatte ich nie Probleme mit dem Schlafen und wache jetzt mehrmals in der Nacht auf. Es fällt mir schwer, mich zu fokussieren.
* Pflichtfeld
* Pflichtfeld
Vorgeschlagene Produkte
Platz für Ihr Produkt
Letztes Jahr hatte ich eine starke Depression. Mirtazapin hätte da als AD zu Beginn gut gewirkt, jedoch stark sediert. Ich brauchte da bis zu 14h Schlaf und war denn noch müde. Zudem hatte ich Esslust hoch 10... Die Ärztin stellte mich um auf Escitalopram, welches wir bis 15mg erhöhten. Am Anfang hatte ich die typischen Nebenwirkungen (trockenen Mund, stake Unruhe, Übelkeit, abnorme Träume, Libidoverlust, zudem spürrte ich meine Klitoris nicht mehr und von einem Orgasmus war erst gar nicht mehr die Rede). Nach 2, 3 Monten war ich wieder Arbeitsfähig. Ca. 8 Monate später schlichen wir es wieder aus. Hauptgrund: Libido.
Mit psychologischer Begleitung gingen keine zwei Monate, fiel ich wieder richtig ins Loch. Es wurde eine schwere Depression diagnostiziert und ich nahm auf eigenen Wunsch Wellbutrin 150mg ein. (Bin selber dipl. Pflegefachfrau und kenne mich einwenig aus). Gegen die Unruhe wurde ich begleitet mit Quetiapin, Relaxan und Redormin. Die 150mg reichten absolut nicht aus, ich wurde ca. 1 Monat nach 1. Einnahme suzidal und musste in die Akutklinik. Da wurde versucht das Wellbutrin auf 300mg zu erhöhen (beachte, ich bin nur noch 48 kg. In der Zeit mit Wellbutrin habe 6kg abgenommen innerhalb 2 Monaten). Wellbutrin 300mg war wirklich zu viel für mich mit meinen Syptomen. Die starke innere Unruhe, einen Ruhepuls von 120 und der starken Übelkeit/Erbrechen war das nicht geeignet. Ich entwickelte Panikattaken, war nur noch heulend, ebrechend und ein "kleiner Hauffen Elend". Also verliess ich die Klinik wieder mit 150mg, was kurze Zeit gut ging, in der zweiten Woche viel ich wieder so stark ins Loch, dass ich wieder aus die Akut eingeliefert wurde. Mein ausgeprägtes Morgentief war nicht mehe auszuhalten, trotz Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit eine extreme Unruhe und Übelkeit. Diesmal kam ich auf der Akut zu einem anderen Psychiater. Er überliess mir verschiedene Entscheidungen. Und eine davon war, Wellbutrin 150mg zu kombinieren mit Brintellix, für diese entschied ich mich. Wir starteten mit 5mg zum Einschleichen. Am 1. TAG merkte ich nichts neues (die übliche Unruhe, Übelkeit und Deprisymptome). Ab dem 2. Tag ging es los. Starkes Zittern, starke heulkrämpfe, unüberwindbares Herzrasen, schwallatriges Erbrechen und hyperventilieren. Aber diesmal war ich überzeugt es durchzuziehen. In der Nacht 50mg Quetiapin und kaum geschlafen, das Herzasen brachte mich um den Verstand. Am 3. Tag dasselbe von vorne. Eine Psychiaterin erarbeitete mit mir (trotz meiner Unkonzentriertheit) Skills, die ich anwenden kann. Da nichts irgendwas brachte, entschieden wir uns für Quetiapin 50mg und Temesta ex 1mg. Ich schlief dann am Nachmittag für 3h und danach bin ich wie frisch geboren aufgestanden. Und ab diesem Zeitpunkt ging es bei mir Bergauf. Es brauchte Zeit und das Brintellix wird bei mir nach den Symptomen angepasst. Am 5. Tag war ich am Nachmittag bereits wieder auf den Inline draussen. Das ganze dauerte 3 Monate, wobei erst das Einschleichen von Brintellix die Verbesserung mit sich brachte. Ich wünsche mir, dass das für dich auch so durchziehen magst.
Anna Pochopień Apotheker
3 Jahre vor
Ja, höchstwahrscheinlich werden diese Symptome durch Medikamente verursacht. Sie haben Ihre Brintellix-Dosis erhöht und dann Bupropion hinzugefügt, was zu einem zusätzlichen Anstieg der Brintellix-Blutspiegel führt. Eine solche therapeutische Kombination kann Sie in größerem Maße dem sogenannten Serotonin-Syndrom aussetzen. Es äußert sich durch: Reizbarkeit, Verwirrtheit, Herzrhythmusstörungen, Druckschwankungen, Muskelzittern oder deren Steifheit, Magen-Darm-Probleme. Es wird nicht gesagt, dass Ihre Symptome Serotonin-Syndrome sind, weil es sehr selten ist. Es ist auch nicht mein Ziel, Ihnen Angst vor diesem Effekt zu machen, sondern Sie nur über die Möglichkeit seines Auftretens zu informieren. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass sie mit einem schnellen Anstieg des Serotoninspiegels im Körper verbunden sind, der durch eine Änderung der Dosierung von Medikamenten verursacht wird. Meiner Meinung nach erfordert eine solche Behandlung eine erneute Konsultation mit einem Arzt, der die Zweckmäßigkeit der Verwendung von zwei Komponenten bestätigt, die eine seltene, aber gesundheitsgefährdende Wechselwirkung eingehen. Bitte setzen Sie jedoch nicht selbst die Einnahme Ihrer Medikamente ab, da dies auch negative gesundheitliche Folgen für Sie haben kann. Auf GdziePoLek können Sie auch Online-Teleberatung nutzen: https://www.gdziepolek.pl/telekonsultacja ich füge auch Artikel bei, die nützlich sein können: https://www.gdziepolek.pl/artykuly/depresja https://www.gdziepolek.pl/artykuly/czy-mozna-laczyc-leki-ze-soba